Was ist bei der Privathaftpflicht zu beachten?

Von vielen Stellen mit als die wichtigste Versicherung überhaupt beschrieben, handelt es sich hier um die private Grundvorsorge gegenüber allen Risiken des Alltags. Dinge können kaputt gehen, Sachen aufgrund von Nachlässigkeiten beschädigt werden – gut, wenn Sie dann eine Versicherung an Ihrer Seite haben, die niemanden beim Vertragsabschluss ablehnen kann.

Jedoch gibt es natürlich Unterscheidungen zwischen den einzelnen Tarifen und Versicherungsgesellschaften, die einen Vertrag nun positiv oder aber negativ beeinflussen. Wir möchten in diesem Beitrag einige Punkte zur Sprache bringen, anhand derer Sie zudem bares Geld sparen können.


Wissen, was versichert ist

Viele Gesellschaften im Bereich der Privathaftpflicht sind mittlerweile dazu übergegangen, häufig vorkommende Schäden des Alltags mit aufzunehmen. So erstreckt sich dies vornehmlich auf den Bereich des Haustürschlüssels oder aber Schäden aufgrund eines Umzugs. Allesamt gute Sachen, doch einen wirklichen Überblick schaffen folgende Punkte:

Wählen Sie die Versicherungssumme so, dass für Personen- und Sachschäden mindestens drei Millionen Euro, für Vermögensschäden 100.000 Euro sowie für Mietsachschäden 300.000 Euro abgesichert sind. Insbesondere im Bereich der Personenschäden können schnell sehr hohe Kosten auftreten, inklusive Rentenleistungen und Schmerzensgeld, sodass eine Absicherung ausreichend stattfinden sollte.

Ein Selbstbehalt ist nur dann sinnvoll, wenn größere Schäden auftreten. Da sich dieser häufig im Bereich von 150 bis 250 Euro bewegt, erscheint es fraglich, ob die Minderung der Police so sinnvoll ist – gerade vor dem Hintergrund zahlreicher Kleinschäden, die dann selbst bezahlt werden müssten.

Binden Sie sich über Jahre, so ist ein Rabatt von bis zu 10 Prozent möglich. Einjährige Verträge sind jedoch flexibler.

Aufgrund des üblicherweise niedrigen Jahresbeitrags lohnt es nicht, diesen auf das Quartal oder den Monat zu teilen, da hier Aufschläge angesetzt werden. Sie sollten deshalb jährlich zahlen.


Ziehen Sie mit Ihrer Freundin oder Ihrem Freund zusammen, kann der ältere Vertrag dazu genutzt werden, diese Person mit aufzunehmen. Der jüngere wird dann gekündigt, wobei zu beachten ist, dass gegenseitige Ansprüche nicht mehr versichert sind.

Veränderte Lebensumstände

Veränderungen, beispielsweise eine Heirat oder auch ein Hund im Haushalt, führen regelmäßig zu einem zu geringen Versicherungsschutz. Hunde beispielsweise müssen in vielen Ländern bereits, unabhängig von der Rasse, gesondert versichert werden – schließlich sind die Risiken, gerade was Unfälle betrifft, sehr hoch. Aber auch im Falle einer Heirat, wo in der Regel ein gemeinsamer Vertrag genutzt wird, sind ursprünglich gewählte Versicherungssummen häufig zu niedrig gewählt.

Ebenso lang laufende Verträge, die mit neueren Policen nicht mithalten können, sollten gekündigt werden. Hier lässt sich, häufig zu niedrigeren Preisen, ein höherer Schutz vereinbaren.

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3 comments to Was ist bei der Privathaftpflicht zu beachten?

  • Einen Fall mit Ausfalldeckung habe ich persönlich auch mal erleben dürfen. Keine schöne Sache ist das.

    Die Ausfalldeckung sollte in einer Privathaftpflicht eingeschlossen sein, wobei diese in den meisten Tarifen bereits als Baustein mit eingebunden ist.

  • @Vermögensberater/Finanzberater
    Stimmt, die Ausfalldeckung ist wirklich wichtig! Habe letztes Jahr selber solch einen Fall im Kundenkreis erlebt und der Kunde war sehr dankbar, dass er einen solchen Baustein mit in der Haftpflichtversicherung hatte!

  • Für mich ist besonders wichtig, dass eine private Haftpflichtversicherung eine sogenannte Ausfalldeckung besitzt. Diese sichert den Versicherten für den Fall ab, dass er selber durch einen Haftpflichtschaden geschädigt wurde und der Verursacher keine Haftplichtversicherung besitzt. Dann deckt die eigene Versicherung den Schaden und lässt sich die Ansprüche abtreten!

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