Kündigungsschreiben an die Versicherung - Musterformulare

Kündigungsschreiben an die Versicherung und Musterformulare erleichtern das Leben des Verbrauchers ungemein. Bei der Vielzahl an Versicherungen sollte das jeweilige Kündigungsschreiben jedoch spezifiziert werden, damit Sie auch wirklich das gewünschte Schreiben erhalten.

Unter einem Kündigungsschreiben an die Versicherung kann die Kündigung der Kfz-Versicherung genauso gemeint sein, wie die Kündigung der Krankenversicherung. Zusätzlich gibt es darüber hinaus auch noch die verschiedenen Kündigungsmöglichkeiten an sich, wie z. B.

  • die reguläre Kündigung
  • die Kündigung eines Mehrjahres Vertrages
  • die außerordentliche Kündigung
  • das Sonderkündigungsrecht
  • oder die Kündigung wegen einem Todesfall

Hierbei stellt sich auch die Frage, ob das entsprechende Musterformular ausreichend ist oder ob nicht darüberhinaus noch weitere Informationen erforderlich sind, wie z. B. die dazu gehörigen Kündigungsfristen, die von ganz unterschiedlicher Natur sein können. Denn schicken Sie eine Kündigung zu früh an die Versicherung, wird diese oftmals abgelehnt mit dem Hinweis darauf, dass Sie zu gegebener Zeit noch einmal kündigen möchten. Sinn dieser Aktion ist es natürlich, dass eine Vielzahl der Kunden die erneute Kündigung vergessen und wieder für mindestens ein Jahr dort versichert bleiben.

Was sollte ein Kündigungsschreiben unbedingt enthalten?

Musterformulare an die Versicherung enthalten meistens noch wichtige Zusätze, wie die Entziehung der Einzugsermächtigung oder dem strickten Wunsch, nicht von einem Vertreter belästigt zu werden.
Wird eine Versicherungskündigung an die sog. Ausschließlichkeit rausgeschickt, mit einer Vielzahl an Filialen und hauseigenen Vertretern wie z. B. Allianz, VGH, HUK, LVM müssen Sie damit rechnen, dass sich der Vertreter sei es telefonisch oder persönlich bei Ihnen meldet. Ihre Kündigung wird von der Hauptzentrale nämlich an den für Sie zuständigen Vertreter weitergeleitet, mit der Aufforderung, Sie zu einer Rücknahme Ihrer Kündigung zu bewegen. Dafür setzt die Versicherung Ihrem Vertreter eine Frist. Lässt er die Frist verstreichen, ist die Versicherung gezwungen Ihre Kündigung zu bestätigen. Aus diesem Grund erhalten Sie in der Regel nicht sofort eine Kündigungsbestätigung, sondern müssen sich noch ca. 14 Tage gedulden. Möchten Sie mit dem Vertreter z. B. aus persönlichen Gründen jedoch auf gar keinen Fall mehr sprechen, sollten Sie dies in Ihrem Schreiben auch kundtun.


Wege, wie die Versicherung Ihre Kündigung erhält

Da jedwege Kündigungsvorlage mittlerweile auch online erhältlich ist, ist die Versuchung groß, diese nur per email an die jeweilige Versicherung weiter zu leiten. Hierzu muss man jedoch wissen, dass dies keine Gewährleistung dafür ist, dass Ihre Kündigung auch ankommt, bzw. bearbeitet wird. Drängelt die Zeit, sollte man seine Kündigung auf jeden Fall per Einschreiben mit Rückschein rausschicken. Nur dann haben Sie einen Beweis in der Hand, dass die Kündigung auch rechtzeitig bei der Versicherung angekommen ist. Selbstverständlich ist bei allen Varianten wie Email, Fax oder Post die persönliche Unterschrift notwendig, weil die Kündigung sonst keinerlei Gültigkeit hat. Um Porto zu sparen, können Sie Ihre Kündigung natürlich auch in Ihrer Filiale abgeben. Nur dann sollten Sie sich die Abgabe Ihrer Kündigung auch schriftlich bestätigen lassen z.B.  auf Ihrer Durschschrift.

Haben Sie an alles gedacht?

Da eine Kündigung an die Versicherung meistens nicht unbedingt von einem Versicherungskaufmann abgeschickt wird, sollten Sie sich vielleicht noch einmal Gedanken darüber machen, ob dies auch wirklich der richtige Weg ist. Haben Sie ein scheinbar besseres Alternativangebot erhalten, sollten Sie dies von einem Fachmann noch mal begutachten lassen oder sich an Ihren bisherigen Vertreter mit der Bitte wenden, er möchte sich das Konkurrenzangebot einmal anschauen. Häufig ist es so, dass der neue Vertreter nicht unbedingt die gleichen Konditionen zugrunde legt und Äppel mit Birnen vergleicht, was jedoch häufig nur einem Fachmann auffällt.


Haben Sie bereits mehrere Schäden gehabt, ist eine Annahme fraglich. Nur ein Angebot der Konkurrenz sagt noch rein garnichts darüber aus, ob Sie auch wirklich zu den angebotenen Konditionen angenommen werden. Also hier bitte erst kündigen, wenn Sie ein verbindliches Angebot bzw. den Vertrag vorliegen haben. Der mögliche Versicherungsbeginn darf mitunter auch schon mal drei Monate in der Zukunft liegen, damit es zu keinen Überschneidungen und Doppelzahlungen kommt.

Kündigen Sie sog. Personenversicherungen, wie Berufsunfähigkeitsversicherung oder Krankenversicherung ist dies mit ganz besonderer Vorsicht zu genießen. Hat sich Ihr Gesundheitszustand mittlerweile verändert, ist eine Annahme absolut fraglich, auch hier gilt, erst kündigen, wenn Sie eine Annahme zu den gewünschten Konditionen erhalten.

Kündigen Sie Lebens- oder Rentenversicherungen, überlegen Sie vorher ob es nicht möglicherweise Alternativen, wie z. B. eine Beitragsfreistellung gibt, um möglichen Verlusten vorzubeugen. Ein Vergleich mit neueren Angeboten erscheint mitunter schwierig, weil es bei einem konkreten Vergleich auch darum gilt, zu welcher Rendite der alte Vertrag abgeschlossen wurde und welche steuerlichen Möglichkeiten mit dem Altvertrag möglicherweise verbunden waren.

Auch wenn es den Anschein macht, dass Versicherungen doch so einfach erscheinen, sollten Sie sich fragen, warum es ausgebildete Fachleute gibt, die diesen Beruf mitunter drei Jahre lang gelernt haben, sich den ganzen Tag mit dieser Materie befassen und … nie auslernen!

Waren Sie vielleicht auch schon mal zu voreilig mit Ihrer Kündigung und haben sich hinterher geärgert?

Autor: Tania Dählmann

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