Mit dem Hund nach Schweden - Lebensgefahr durch Kreuzotter Biss

Kreuzotter im Urlaub

Kreuzotter im Urlaub

In Schweden scheint es dieses Jahr eine Kreuzotter Plage zu geben, bedingt durch das Tierschutzgesetz, das einem das Töten dieser Schlangen untersagt und das Fehlen von natürlichen Feinden. Wer sich nur nach den Einreisebestimmungen für Hunde in Schweden erkundigt, wird vermutlich auf diese Gefahr, die für Ihren Hund tödlich enden kann, wohl nicht hingewiesen. Kinder, alte Menschen und Hunde unter 30 KG sind extrem gefährdet! Der Hinweis, dass Kreuzottern sehr scheu wären und schnell verschwinden würden, wenn man mit den Füßen aufstampft, scheint für die Kreuzottern in Schweden nicht zu gelten.

Einem Langzeiturlauber aus Schweden, der dort mit seinen vier Hunden ist und auf der Suche nach einer Hundekrankenversicherung ist, die im Falle eines Bisses die ca. 900 Euro teure Serum Spritze bezahlt, haben wir diesen Hinweis zu verdanken. Er berichtete uns auch über eine Münsterländer Hündin eines dortigen Nachbarns, die nach einem Kreuzotter Biß nur mit einer Cortison Behandlung, die 2.100 Euro gekostet hat, am Leben gehalten werden konnte. Es seien dort bereits viele Hunde an einem Biß gestorben, weil der Besitzer es gar nicht mitbekommen hat, dass sein Hund von einer Kreuzotter gebissen wurde und der Hund 1 – 2 Std. zusammen gebrochen ist und an der Vergiftung verstarb, s. a. Schlangengift – Hund wäre fast gestorben.

Die Kreuzotter kann sehr verschieden farbig aussehen, von kupferfarben, über braun oder schwarz. Auffälliges Merkmal in den meisten Fällen, die Zickzacklinien, die man allerdings bei den dunkel gefärbten Arten nicht sieht.


Der Biss einer Kreuzotter ist auch für Kinder, ältere Menschen, Allergiker und Katzen gefährlich. Die Kreuzotter ist  nicht nur in Schweden verbreitet, sondern man findet sich ebenfalls in:

  • in allen skandinavischen Ländern
  • Großbritanien
  • Polen
  • Ungarn
  • Tschechien
  • Russland
  • Deutschland
  • Österreich
  • Schweiz

Wobei in Österreich oder in der Schweiz zwei Mädchen auch fast an einen derartigen Schlangenbiss gestorben wären, weil sie barfuss auf eine getreten sind.

Die Kreuzotter kann sich in Schweden im Prinzip überall aufhalten, sie liegt manchmal sogar mitten auf dem Weg. Besondere Gefahr geht natürlich von Wiesen und Gebüschen aus, Waldränder, Moore, Heide und Bergwiesen. Deswegen sollten Sie Ihren Hund in diesen Gefilden am besten nicht ohne Leine herumlaufen lassen, damit er gar nicht erst die Möglichkeit hat z. B. unkontrolliert in eine Gebüsch zu laufen. Bleiben Sie immer in der Nähe Ihres Hundes, damit Sie auch mitbekommen, falls er doch von einer Kreuzotter gebissen wurde und sofort reagieren können.


Erste Hilfemaßnahmen – Kreuzotter Biss beim Hund:

  • Hund tragen, nicht mehr laufen lassen
  • die gebissene Stelle nicht abbinden und nicht aussaugen
  • die Stelle kühlen, aber kein Eis drauf
  • da das Antiserum evtl. mit Komplikationen verbunden sein kann und auch nicht immer vor Ort erhältlich ist, Breitbandantibiotikum, s. a. Behandlung bei Schlangengift

Die Kreuzotter ist tagaktiv. Sollten Sie einer Kreuzotter begegnen, möglichst nur mit einem langen Stock an Sie herangehen und versuchen Sie weg zu katapultieren, halten Sie einen Mindestabstand von 1 m ein.

Natürlich würde eine Hundekrankenversicherung in einem solchen Fall einspringen, da die Kosten einer derartigen Behandlung wie oben in unserem Beispiel sehr viel Geld verschlingen können, vor allem wenn auch noch Komplikationen auftreten, ist darauf zu achten, dass die Versicherungssumme auch wirklich ausreichend hoch ausfällt. Die Hunde-Op Versicherung käme in diesem Fall nicht zum Tragen, es sei denn, der Hund bräuchte als Ergänzung zu dieser Behandlung auch noch eine Operation.

Über Ergänzungen oder Erfahrungen diesbezüglich, würden wir uns sehr freuen!

Autor: Tania Dählmann

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1 comment to Mit dem Hund nach Schweden – Lebensgefahr durch Kreuzotter Biss

  • Maria Zimmermann

    Mit so einer Gefahr rechnet man als Urlauber nicht unbedingt. Daran sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, sich vor dem Urlaub über mögliche Gefahren im Urlaubsland zu informieren. Den Hinweis auf die Kreuzotter Gefahr in Schweden finde ich gut, auch sozusagen die „Erste Hilfe“ Maßnahmen dazu. Auch wir werden jetzt noch einmal den Abschluss einer Hundekrankenversicherung oder Hunde-Op Versicherung überdenken.

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